Wolfram Leibe und der Familienkom(m)pass Trier

Vergangene Woche wurde die neue, aktualisierte Auflage des Familienkom(m)pass Trier im Bürgerhaus Trier-Nord vorgestellt. Neben der Familien- und wie sie sich selbst betitelte „Kinderministerin“ Irene Alt war auch unser SPD-OB-Kandidat Wolfram Leibe zugegen.

Viele Institutionen wie die Katholischen Familienbildungsstätten, der Sozialdienst Katholischer Frauen, die Pro Familia, das Trierer Kinderbüro triki oder das Familienzentrum fidibus e.V. nutzten die Gelegenheit sich der interessierten Öffentlichkeit vorzustellen.

Auch zwei Kita-Gruppen hatten den Weg zum Bürgerhaus gefunden. Sie bereicherten das Rahmenprogramm mit lustigen Bewegungsspielen, die von Rittern, Prinzessinnen und Drachen handelten.

Wolfram Leibe zeigte sich beeindruckt von der bunten Vielfalt der Einrichtungen, Seminar- und Unterstützungsangebote für Familien in der Stadt.

„Es ist gut, wenn die Einrichtungen vernetzt arbeiten und ihre Angebote gebündelt bewerben. So stärken sie die Kinder und die Familien“, meint Wolfram Leibe. „Ich kann jedem und jeder empfehlen, mal einen Blick in den neuen Familienkompass zu werfen.“

Der Kompass ist hier abrufbar: http://www.familienkompass-trier.de/

Wolfram Leibe im engagierten Gespräch mit Frau Willwertz vom Familienzentrum fidibus e.V.

Wolfram Leibe im engagierten Gespräch mit Frau Willwertz vom Familienzentrum fidibus e.V.

Tamara Breitbach, Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen

Trierer Altstadtfest – zwar verregnet, aber erfolgreich

Für das Wetter kann ja niemand etwas. Nur schade, dass der Regen, und zwar teilweise sintflutartig, nach Wochen mit herrlichem Sonnenschein, sich ausgerechnet dieses Wochenende unsere schöne Stadt ausgesucht hatte. Unser Oberbürgermeister Klaus Jensen konnte auf der Hauptmarktbühne das Fest mit dem traditionellen Fassanstich noch trocken eröffnen. Dicht drängelten sich so auch die Besucher am Freitag in der Innenstadt. Doch der Samstag zeigte sich dann von seiner schlechtesten Wetterseite. Trotzdem trotzten viele dem starken Regen, denn das musikalische Angebot war auch in diesem Jahr wieder vielseitig und hörenswert. Wer ständiger Gast auf dem Altstadtfest ist, nimmt sehr wohl wahr, dass sich hier eine kontinuierliche gute Entwicklung in den vergangenen Jahren abzeichnete. Für alle Geschmäcker hatte das musikalische Angebot etwas zu bieten und es fiel manchmal schwer, sich für eine Bühne zu entscheiden – egal ob Großbühne oder eine der vielen kleinen, an denen man auf seinem Weg durch die Innenstadt vorbeikam. Das Angebot für die Besucher zeichnete sich durch eine wirklich hohe Qualität aus. Zwei Events sollten hier einmal besonders erwähnt werden, denn sie brachten etwas Neues. So z.B. der Auftritt der Leindecker Bloas als Abschluss auf der Hauptmarktbühne. Erstmalig wurden sie von dem Kreisorchester Trier-Saarburg begleitet. Eine eigenwillige Mischung, die manche Lieder wirklich in einem völlig neuen Klangvolumen ertönen ließen. Andere jedoch, na ja, da wäre mir die Bloas alleine lieber gewesen, aber auch das ist ja Geschmacksache.

Altstadtfest 2014 - 2

Doch für mich persönlich war das absolute Highlight des Altstadtfestes der Auftritt von Bill March mit seiner Band Mixxtape. Nach 30 Jahren stand er wieder wie eh und je auf der Bühne und riss die vielen Zuhörer am Hauptmarkt mit sich. Viele kamen, die ihn noch aus früheren Zeiten kannten, und sie sangen und tanzten mit und ohne Regenschirm. Aber auch junge Laute blieben irritiert stehen und wollten wissen, wer denn da auf der Bühne steht. „Sieht ja schon ein bisschen alt aus“, meinte ein junger Mann hinter mir. Ja, er sieht nicht nur so aus. Hut ab! Mit 70 Jahren macht er stimmlich und tänzerisch so manchem jungen noch etwas vor. Ich freue mich auf das nächste Altstadtfest, hoffentlich bei besserem Wetter und mit einem weiteren Auftritt von Mixxtape.

Carola Siemon, stellvertretende Fraktionsvorsitzende

Meine erste Stadtratssitzung – Notizen

Am 24. Juni fand die konstituierende Sitzung des Stadtrates von Trier statt. Kurz vor 17.00 Uhr ging ich, mit dem Sitzplan in der Hand, an meinen Platz im Grossen Rathaussaal der Stadt Trier, um an meiner ersten Stadtratssitzung teilzunehmen.

In diesem imposanten und schönen Raum nahmen peu à peu die 56 Stadtratsmitglieder Platz. Ich schaute um mich herum, sah bei den anderen Fraktionen bekannte Gesichter und stellte fest, dass am Ende des Saales viel Publikum anwesend war.

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Vor der Sitzung gab es Gespräche, man begrüßte und gratulierte sich gegenseitig. Die Anspannung wich von mir, ich fühlte mich im Kreis angekommen.

Es wurde ruhig im Auditorium und es herrschte eine ernste, gespannte Atmosphäre. Der Stadtvorstand nahm Platz und unser Oberbürgermeister eröffnete die Sitzung.

Nach den Reden des Oberbürgermeisters sowie der Fraktionsvorsitzenden wurden die Ratsmitglieder einzeln durch Handschlag vom OB verpflichtet.

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Nun war es endlich so weit, offiziell bin ich Stadtratsmitglied. Es wartet eine Menge Arbeit auf uns, um die Lebensqualität und somit das Wohlergehen unserer Bürger sowie die Attraktivität unserer schönen Stadt weiter zu verbessern.

Thiébaut Puel, Mitglied im Stadtrat

Trierer SPD-Frauen stehen zur Pro Familia

Es war 1978, als sich einige SPD-Frauen beherzt daran machten, die Pro Familia auch in Trier zu gründen. In anderen Städten in Rheinland-Pfalz war die ProFa als Beratungsstelle für Sexualaufklärung und Familienplanung längst etabliert. In Trier brauchte der Verein die politische Rückendeckung der Sozialdemokratie.

An diese Tradition knüpfen nun einige Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten an, und unterstützen Pro Familia Trier e.V. mit ihrer Mitgliedschaft.

Dies ist nicht unwichtig, liegt doch die Beratungsstelle in der Trägerschaft des Vereins. Und natürlich helfen die moderaten Mitgliedsbeiträge jedes und jeder Einzelnen mit, die Aufklärungs- und Beratungsarbeit der Profis zu finanzieren.

Christiane Luxem und Isabell Juchem unterschreiben gerade den Mitgliedsantrag. Im Hintergrund freuen sich Claudia Heltemes, Geschäftsführerin der Pro Familia und Manfred Becker über die Unterstützung ihrer Arbeit.

Christiane Luxem und Isabell Juchem unterschreiben gerade den Mitgliedsantrag. Im Hintergrund freuen sich Claudia Heltemes, Geschäftsführerin der Pro Familia und Manfred Becker über die Unterstützung ihrer Arbeit.

Ich persönlich finde es außerordentlich wichtig, dass die Pro Fa in Trier ist, weil sie die einzige Beratungsstelle ist, die im Schwangerschaftskonfliktfall konfessionsfrei und professionell berät. Das ist für jede Frau, die vor einer solch schwierigen Entscheidung steht und die nicht konfessionell gebunden ist, von besonderer Bedeutung.

Außerdem ist die Pro Fa wichtig für Jugendliche, die ihre Sexualität erst kennen lernen und möglichst gut über Verhütungsmethoden Bescheid wissen sollten.

Der Pro Familia-Vorstand begrüßt die neuen Mitglieder: Petra Marx-Milde, Dr. Kerstin Jacob, Christiane Luxem, Isabell Juchem, Ksenia Arndt, Tamara Breitbach.

Der Pro Familia-Vorstand begrüßt die neuen Mitglieder: Petra Marx-Milde, Dr. Kerstin Jacob, Christiane Luxem, Isabell Juchem, Ksenia Arndt, Tamara Breitbach.

In der Paarberatung und der Täterarbeit ist die Pro Fa unverzichtbar, weil die Profis Paare und Täter  unterstützen, neue Wege zu finden, mit ihren Aggressionen umzugehen.

Bei der Unterstützung von Familien mit Neugeborenen ist die Pro Familia in Trier Koordinierungsstelle für die neu geschaffenen Familienhebammen.

Ich finde, die Pro Familia bewegt Einiges und mit unserer Hilfe noch ein bisschen mehr. Also unterstützen Sie auch die Pro Fa!

Tamara Breitbach, Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen

Unser Platz in Trier

Wir brauchen SIE! Am Sonntag gilt´s. Sie entscheiden, ob wir unsere Ziele in die Tat umsetzen können, indem wir über mehr Platz im Trierer Stadtrat verfügen.

40 000 000 Euro für Schulen, 2000 neue Wohnungen und 400 000 m2 für neue Gewerbeflächen mit guter Arbeit sind unsere drei Leitziele als Trierer SPD für die nächsten fünf Jahre im Stadtrat. Doch die können wir neben den vielen anderen Themen nur angehen, wenn SIE der SPD (Liste 1) am Sonntag ihre Stimme geben. Sollten Sie noch Informationen brauchen, haben Sie unter spdtrier.de die Möglichkeit, sich über unser kompetentes Team und unsere Ziele noch zu informieren. Oder Sie kontaktieren die Kandidatin / den Kandidaten Ihres Vertrauens.

Milliunen Gespräche bei unserer Tour von Tür zu Tür, Veranstaltungen mit Bildungsministerin, Arbeitsminister, Ministerpräsidentin, Bundestagsabgeordneten, zigtausende Flyer und Materialien mit Köpfen und Inhalten, Tausende Plakate, Wettbewerbe, Infostände, Rosen-Verteilaktionen, Brötchen-Aktionen und, und, und! All das haben wir mit hunderten Ehrenamtlichen in den letzten Wochen für SIE auf die Beine gestellt. Warum? Weil wir unseren Auftrag des Grundgesetzes wahrnehmen und Sie bestens informieren wollen, damit SIE am Sonntag mit ruhigem Gewissen ihrem Bürgerrecht und ihrer Bürgerpflicht nachgehen können: Wählen gehen!

Hunderte Kandidatinnen und Kandidaten aus Trier für Trier stehen für die Trierer SPD in ihrem Stadtteil für die Ortsvorsteherin oder den Ortsvorsteher, den Ortsbeirat und den Stadtrat zur Wahl. Seien SIE sicher, uns liegt was an unserer schönen Stadt. Ihnen ja bestimmt auch. Daher lassen SIE nicht andere über die Zukunft von uns, unseren Kindern und Enkeln entscheiden. Entscheiden SIE selbst! Gehen SIE wählen, damit Ihr Platz in Trier auch unser Platz in Trier sein kann.

DANKE!

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Ihr Sven Teuber

Theater, Theater, der Vorhang geht auf…

Aber was, wenn der Vorhang nicht mehr aufgeht? Letztes Jahr wurde in der Kulturpolitik ausführlich und kontrovers über die Zukunft des Trierer Theaters diskutiert. Ein breiter Konsens fast aller Fraktionen war, dass die Region und die Stadt ein Dreisparten-Ensembletheater auch weiterhin brauchen. Aber wir benötigen nicht nur ein Ensemble, wir brauchen auch ein adäquates Theatergebäude, welches das Kunsterlebnis für alle möglich macht.

Beim Rundgang: Pressesprecher Frank-Uwe Orbons und die Stadtratskandidaten Raimund Scholzen, Markus Nöhl und Carola Siemon

Beim Rundgang: Pressesprecher Frank-Uwe Orbons und die Stadtratskandidaten Raimund Scholzen, Markus Nöhl, Carola Siemon und Dr. Carl-Ludwig Centner.

Dass das Gebäude stark sanierungsbedürftig ist, davon konnten sich die Stadtratskandidatinnen und -kandidaten beim Besuch der SPD im Trierer Theater überzeugen. Neben den baulichen Sanierungsnotwendigkeiten beschert auch die Technik Ausfälle. Also nicht wundern, wenn der Vorhang mal nicht mehr aufgeht. Allein die über 30jährige Technik des Inspizientenpults – die Nahtstelle zwischen Kunst und Technik – könnte hier den Kulturgenuss beeinträchtigen. Zurzeit behilft sich die Techniker-Crew notdürftig, wenn das Pult mal wieder den Geist aufgibt. Alles kein Zustand für die Ewigkeit mehr. Die Sanierung des Hauses muss schnell kommen.

So führte die Trierer SPD auch das anschließende Gespräch mit dem Trierer Intendanten Gerhard Weber über die aktuell laufenden Vorbereitungen zur Generalsanierung. Zurzeit werden die unterschiedlichen Sanierungsszenarien geprüft und ermittelt, ob eine Generalsanierung oder ein Neubau finanziell günstiger kommen. Billig wird beides nicht, zweistellige Millionenbeträge müssen definitiv investiert werden. Daher gut, dass das Land bereits Unterstützung signalisierte. Ohne dieses wäre es nicht durch die Stadt zu stemmen.

Die SPD-Abordnung mit dem Intendanten Gerhard Weber.

Die SPD-Abordnung mit dem Intendanten Gerhard Weber.

Auch so wird es schwierig genug für uns. Doch das Theater hat eine besondere, wichtige kulturelle Bedeutung für die Stadt und die ganze Region Trier. Es bietet nicht nurdie Möglichkeit zu einem hochwertigen Kulturprogramm und macht uns für hochqualifizierte Fachkräfte als Wohnort attraktiv, es strahlt mit seiner kulturellen Wirkung in die Schulen, Jugendarbeit und Erwachsenenbildung hinein. Ein Emseble ohne passendes Gebäude wäre daher undenkbar. Daher ist es gut, dass endlich die Sanierungsplanungen vorangetrieben werden, damit nicht bald der Vorhang ganz unten bleiben muss.

Nöhl

Markus Nöhl

Zielabgleich mit Industrie und Handel

Themen wie Fachkräftemangel, Berufliche Bildung, Verkehr und Sondernutzungskonzept in der Innenstand waren Gegenstand eines Werkstattgesprächs zwischen SPD Stadtratskandidaten und IHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Jan Glockauer sowie seinen Experten Dr. Matthias Schmitt (Wirtschaft), Wilfried Ebel (Verkehr) und Stephanie Illig (Handel). Beim gemeinsamen Zielabgleich zu den Wirtschaftsschwerpunkten des SPD Stadtverbandes herrscht breiter Konsens bei fast allen Sachthemen.

Die Attraktivität der Dualen Berufsausbildung und die Bewältigung des Fachkräftemangels liegen den IHK Wirtschaftsexperten besonders am Herzen. Die Duale Berufsausbildung ist ein Garant für die wirtschaftliche Stabilität nicht nur der deutschen Wirtschaft, sondern auch der Region Trier. Dieses System gilt es attraktiv zu halten. In den rd. 1.500 Ausbildungsbetrieben mit ihren jährlich durchschnittlich 2.000 neu abgeschlossenen Ausbildungsverhältnissen, sieht IHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Glockauer die wichtigste Fachkräftequelle. Mit dem Land steht die IHK im ständigen Dialog zur Verbesserung der Situation der Berufsschullehrer und der Schullaufbahnberater. Bei der Berufsorientierung soll die Zusammenarbeit zwischen Unternehmen, Kammer und den Schullaufbahnberatern weiter verbessert werden.

Intensiv diskutiert wurde die Sondernutzung der Gastronomie in der Innenstadt. Bei der geplanten Änderung der Sondernutzungssatzung wünscht sich die IHK, zusammen mit der City-Initiative, dass die Gewerbetreibenden mehr eingebunden werden. Die Verantwortlichen der IHK stehen für ein aufgeräumtes Stadtbild. Die Vertreter des Ortsvereins Trier-Mitte/Gartenfeld sehen zusätzlich den Bedarf zur Einhaltung des Verhältnisses zwischen öffentlicher Sicherheit und der Nutzung der Fußgängerzone als Verkaufsfläche. Unbedingt Berücksichtigung finden müssen ältere Mitbürgerinnen und Mitbürger, die eine Arztpraxis aufsuchen wollen und denen mehr Sitzgelegenheiten außerhalb gastronomisch genutzter Flächen angeboten werden müssen.

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Schwerwiegende Bedenken äußern die IHK Vertreter gegenüber dem Einzelhandelskonzept der Stadt Trier, das kürzlich von Dezernent Thomas Egger vorgestellt wurde. Das Konzept berücksichtigt in keiner Weise die Entwicklung des Onlinehandels. Konsens von IHK und SPD herrscht insbesondere bei der kritischen Sicht gegenüber einer möglichen Ansiedlung eines großen Einzelhandelszentrums auf der Fläche der Europahalle. Die SPD lehnt die vom Projektentwickler ECE vorgelegten Pläne ab. Gefahren einer Verlagerung der 1 a Lagen vom Norden der Innenstadt an den Viehmarkt und Auswirkungen eines möglichen Leerstandes im Bereich Karstadt/Kaufhof/Treverispassage zeigen die IHK Experten auf.

Beim Thema Verkehr herrscht Dissens bezüglich der Sinnhaftigkeit des Moselaufstiegs und der Nordumfahrung Triers. Einigkeit jedoch bei der Entwicklung des Öffentlichen Nahverkehrs, der nach Auffassung beider Gesprächspartner attraktiver gestaltet werden und vor allem für seine Nutzer bezahlbar bleiben muss.

Foto Centner

Dr. Carl-Ludwig Centner

„Ich werde diesen Tag niemals vergessen“

Zum Muttertag: die Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen Trier überreicht Mutmach- Blumen an Frauenhaus-Bewohnerinnen

Manche Gespräche brauchen nicht viele Worte. Von den vielen Frauen, die im Frauenhaus in Trier untergebracht sind oder dort momentan nachbetreut werden, sind vier zu einem Gespräch mit den SPD-Frauen gekommen. Über Gewalt sprechen kostet Kraft. Eine der Frauen schweigt, an ihrem Ringfinger trägt sie einen breiten Ring, an dem an kurzer Kette ein großer herzförmiger Anhänger baumelt. Das Lachen der Frau in meerwasserblauer Kleidung bricht das Eis. Sie berichtet von der Stadtführung und dem Urlaub, den die Mitarbeiterinnen für die Frauen organisiert haben, von ihrer Begeisterung für das Fahrradfahren und den Schwimmbadbesuch. „Den Tag, an dem ich hierher gekommen bin, werde ich niemals vergessen“, sagt sie. Auch die anderen Frauen drücken ihre Dankbarkeit den Mitarbeiterinnen gegenüber aus: das Frauenhaus ist der Wendepunkt in ihrem Leben.

Heike Bauer, Melanie Breinig und Tamara Breitbach überreichen den Mutmach-Blumengruß zum Muttertag im Frauenhaus.

Heike Bauer, Melanie Breinig und Tamara Breitbach überreichen den Mutmach-Blumengruß zum Muttertag im Frauenhaus.

Gewalt gegen Frauen existiert, Frauenhäuser werden gebraucht. Obwohl in den letzten Jahrzehnten viel für Frauen erreicht wurde, wird Gewalt gegen Frauen in der Öffentlichkeit und Politik verhältnismäßig selten thematisiert. Und dies trotz erschreckender Fallzahlen: laut einer Anfang des Jahres erschienenen Studie der EU haben 33% der Frauen in der EU physische oder sexuelle Gewalt erfahren.

Glücklich im Frauenhaus Zuflucht, professionelle Beratung und Unterstützung gefunden zu haben.

Glücklich im Frauenhaus Zuflucht, professionelle Beratung und Unterstützung gefunden zu haben.

Bei der Diskussion über Gewalt gegen Frauen geht es um Hoffnung und Mut. Als Sozialdemokratinnen setzen wir uns ein für eine Gesellschaft, in der niemand mit seinem Schicksal alleine zurückbleiben muss. Frauen, die Gewalt erleben, brauchen professionelle Beratungs- und Unterstützungssysteme. Deshalb wird unser Einsatz in der Kommune für Einrichtungen wie das Frauenhaus und die Frauen- und Familienberatungsstellen gebraucht.

Breinig

Melanie Breinig

Zu Gast in Trier-Nord

Wir Kandidatinnen und Kandidaten der SPD für den Stadtrat Carola Siemon, Alexander Kellersch, Rosemarie Wessel und ich trafen uns im Beutelweg mit den Quartiersmanagerinnen für Trier-Nord Maria Ohlig, für Ehrang Vera Endres und für West Renate Heineck.

Schwerpunkt des Gesprächs waren die aktuellen Entwicklungen im Programm Soziale Stadt und dessen Umsetzung in Nord, West und Ehrang. Schließlich hat kürzlich der Bund entschieden, die in den vorangegangenen Jahren vorgenommene Kürzung zurückzunehmen und das Programm wieder mit 150 Millionen Euro auszustatten. Ein wahrer Geldsegen im Vergleich zu 40 Millionen Euro, die 2014 zur Verfügung stehen.

Aus Sicht der SPD ist das Quartiersmanagement ein wesentlicher Bestandteil für lebenswerte Wohnverhältnisse in Stadtteilen mit besonderem Entwicklungsbedarf. Die guten Erfolge der vernetzten Zusammenarbeit über Dezernats- und Ressortgrenzen hinweg sollen verstetigt werden.

Carola Siemon, Tamara Breitbach, Alexander Kellersch, Renate Heineck, Vera Endres, Rosi Wessel und Maria Ohlig finden ihren Platz in Trier im Beutelweg.

Carola Siemon, Tamara Breitbach, Alexander Kellersch, Renate Heineck, Vera Endres, Rosi Wessel und Maria Ohlig finden ihren Platz in Trier im Beutelweg.

Im SPD-Wahlprogramm heißt es deshalb:

“Neben der Wohnpolitik soll die „Soziale Stadtentwicklung“ als Leitlinie der städtebaulichen Strategien in Trier etabliert werden. Die dem Förderprogramm „Soziale Stadt“ zugrunde liegende Idee der integrierten ressortübergreifenden Zusammenarbeit in den Gebieten mit Entwicklungsbedarf soll auch jenseits einer konkreten Förderung durch das Programm als Leitlinie für entsprechende Stadtteile gelten. Die aus sozialplanerischer und städtebaulicher Sicht notwendigen Schwerpunktsetzungen der sozialen Stadtentwicklung sollen in ein Gesamtkonzept der Stadt Trier münden. In diesem müssen ggf. neue Fördergebiete identifiziert werden und die Weiterentwicklung in den bisherigen Gebieten Ehrang, West, Nord konzipiert werden. Zudem ist in den Stadteilen begleitende Sozialarbeit zu etablieren, die darauf hinwirkt, dass die vielfältigen Probleme der Betroffenen bearbeitet werden und der Kreislauf des sozialen Abstiegs unterbrochen wird.

Die Verstetigung des Quartiersmanagements als wichtiges Schlüsselinstrument der Stadtteilentwicklung über die Förderschiene des Programms Soziale Stadt hinaus – besonders in Trier-Ehrang und Trier-Nord ist dies notwendig, da das Förderprogramm 2015 dort endet – soll aktiv geplant und umgesetzt werden. Strukturen in der Stadtverwaltung müssen entsprechend umgestaltet werden, damit dezernatsübergreifendes Arbeiten realisiert werden kann. Die zentrale Verantwortung soll beim Oberbürgermeister gebündelt werden.

Die Stadt Trier setzt sich im „Bündnis für Soziale Stadtentwicklung in Rheinland-Pfalz“ für den Erhalt und die Fortentwicklung der Sozialen Stadtentwicklung auf Landes- und Bundesebene ein.”

Breitbach

Tamara Breitbach

Inklusion muss gelebt werden!

Inklusion ist heutzutage in aller Munde. Hört oder schaut man aber genauer hin, hinkt die Realität leider weiterhin erheblich den gesetzlichen Vorgaben, z. B. der UN-Behindertenrechtskonvention, hinterher. Es gibt also noch viel zu tun in den gesellschaftlich relevanten Bereichen Arbeit, Bildung, Wohnen, Freizeit, Barrierefreiheit – auch in unserer schönen Stadt Trier.

Darum haben wir uns als Trierer SPD für die nächsten fünf Jahre viel vorgenommen, um auf dem Weg zu mehr Inklusion in Trier einen großen Schritt voranzukommen. In Trier und im Trierer Stadtrat soll es mehr Platz für Inklusion geben!

Inklusion bedeutet für uns als SPD, dass alle Bürgerinnen und Bürger selbstbestimmt und gleichberechtigt am gesellschaftlichen Leben in unserer Stadt teilhaben können. Dabei erkennen wir die Unterschiedlichkeit der Menschen und ihrer Bedürfnisse an und sehen diese Vielfalt als Bereicherung für unser Gemeinwesen an. Leider ist diese Sichtweise in der Gesellschaft noch nicht sehr verbreitet.

So gibt es z. B. in Bezug auf eine gemeinsame Beschulung von Kindern mit und ohne Behinderung immer noch sehr viele Vorbehalte. Viele Eltern von Gymnasialkindern befürchten, dass eine inklusive Beschulung ihre Kinder in ihrer Entwicklung hemmt. Eltern von behinderten Kindern befürchten wiederum, dass ihre Kinder zu kurz kommen und keine angemessene Förderung erhalten. Dabei zeigen wissenschaftliche Erkenntnisse und erfolgreiche inklusive Schulmodelle, dass eine inklusive Beschulung, wenn sie richtig umgesetzt wird, allen Kindern, den guten und den schwächeren zugute kommt. Hier und auch in anderen Bereichen ist darum noch viel Aufklärung, Information und Sensibilisierung erforderlich. Es ist wichtig, dass sich in unserer Köpfen etwas tut, wenn sich in unserer Gesellschaft etwas ändern soll.

Gleichzeitig müssen wir auch an den Rahmenbedingungen arbeiten. Denn Behinderung entsteht in der Wechselwirkung von individuellen Beeinträchtigungen und gesellschaftlichen Barrieren. Unser Ziel ist es darum, diese Barrieren in Trier sukzessive abzubauen und gesellschaftliche Strukturen so zu gestalten, dass sie der realen Vielfalt menschlicher Lebenslagen besser gerecht werden.

Der Behindertenbeirat in Trier hat seit seiner Implementierung in Trier, für die wir uns damals sehr eingesetzt haben, schon viel erreicht. Wir bedanken uns bei der Vorsitzenden und den Beiratsmitgliedern für ihre sehr engagierte und erfolgreiche Arbeit. Wir freuen uns auf eine intensive und zielführende Zusammenarbeit mit dem Beirat und weiteren Akteuren bei der Erarbeitung und Umsetzung des kommunalen Aktionsplans zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention in Trier. Hier wird es wichtig sein, alle relevanten Akteure mit ins Boot zu nehmen und möglichst konkrete Ziele und überprüfbare Maßnahme zu vereinbaren. Die SPD hat in seinem Wahlprogramm für alle gesellschaftlichen Bereiche konkrete Ziele formuliert, an deren Umsetzung sie aktiv mitwirken wird.

Uns ist es ein wichtiges Anliegen mit gutem Beispiel voranzugehen. Darum haben wir unser Wahlprogramm als einzige Partei in Trier zusätzlich in leichter Sprache veröffentlicht. So können wirklich alle Triererinnen und Trierer nachlesen, was die Ziele der Trierer SPD sind und wofür es mehr Platz im Stadtrat und in der Stadt geben muss. Das Wahlprogramm in leichter Sprache ist auf spdtrier.de eingestellt und wird bei der Podiumsdiskussion „Trier – eine Stadt für Alle!?“ des Netzwerks Gleichstellung und Selbstbestimmung und des Behindertenbeirates morgen, Mi., den 07.05.2014 um 18:30 Uhr im Warsberger Hof zum Mitnehmen ausliegen.

Berger

Monika Berger